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Kampfsieg bei starken Langenauern

10. Spieltag Landesklasse Mitte SV Fortuna Langenau - VfB Fortuna Chemnitz 2:3 (2:1)

 

Der 10. Spieltag der Landesklasse Mitte führte Rocco Dittrich und sein Team ins verrückteste Fußballdorf Mittelsachsens. Und das ist im positiven Sinne gemeint, der SV Fortuna Langenau wird immer von einer großen und lautstarken Anhängerschaft unterstützt, hat mit Sportfreund Nestler einen Platzsprecher, der ein echtes Original ist, und hat mit seiner jungen Mannschaft einen deutlichen Leistungssprung zum Vorjahr gemacht. So stand einem Fußballfest mit einem spannenden Spiel auf Augenhöhe nichts im Wege. Angetrieben von den 233 Fans hatten die Gastgeber gleich die erste Chance als man sich auf der rechten Seite durchspielte und Hendrik Kaden knapp verzog (2.). Auf der Gegenseite zirkelte Florian Rüger einen Eckball genau auf den Kopf von Moritz von der Mühlen, der mit seinem Kopfball Pierre Schulze im Langenauer Tor keine Abwehrchance ließ (9.). Das war eigentlich ein optimaler Beginn für den VfB. Doch wie schon in den letzten Spielen war bald ersichtlich, dass die fußballerische Lockerheit des Spätsommers bei den Chemnitzern im Herbst irgendwie verloren gegangen ist. So kam man im weiteren Verlauf der 1. Halbzeit im Spielaufbau mit dem breiten Platz und den böigen Rückenwind überhaupt nicht zurecht. Die Fehlpassquote war enorm, Moritz Günther und Florian Rüger, die vorn keine Bälle bekamen, versuchten sich diese im Mittelfeld abzuholen, würden aber von ihren Mitspielern nicht mit einbezogen und so war dann Chris Meier als Zielspieler allein völlig überfordert. Das brachte mit zunehmender Spielzeit die Gastgeber, die sehr griffig und konzentriert in die Zweikämpfe gingen, immer besser ins Spiel. So fiel dann in der 22. Spielminute der Ausgleich, als man sich wieder über die rechte Seite durchspielte und Moritz von der Mühlen ohne Absicherung in den Zweikampf mit dem starken Hans Schmieder musste. Der Langenauer spielte dem Chemnitzer Kapitän einen Knoten in die Beine und vollendete zum 1:1. Drei Minuten später kam es noch schlimmer. Wieder nehmen die Gastgeber auf der rechten Seite Tempo auf und die Chemnitzer Defensive hat absolut keine Abstimmung und Zuordnung und Tim Krause hat wenig Mühe unter dem lautstarken Jubel des eigenen Anhangs auf 2:1 zu stellen. Da hatten wohl einige Chemnitzer Fortunen diese Woche zu viel FC Bayern-Defensiverhalten geschaut. In der folgenden Spielzeit rieb man sich in Zweikämpfen im Mittelfeld auf und es kam zu keinen echten Tormöglichkeiten auf beiden Seiten mehr. Schiedsrichter Christopher Gentz tat sein Übriges, indem er wahllos auf Zuruf gelbe Karten an die Chemnitzer verteilte. Es konnte also im Durchgang zwei aus Chemnitzer Sicht nur besser werden. Wurde es auch. Der VfB nahm nun den Kampf an und drückte die Gastgeber weit in ihre Hälfte. Diese versuchten mit ihrer eigenen Fan-Kurve im Rücken mit allen Mitteln den Vorsprung zu verteidigen und über ihre wieselflinken Stürmer nach vorn Nadelstiche zu setzen. Es spricht aber für die intakte Moral der Gäste, dass sie das Spiel noch drehen konnten. Den Ausgleich erzielte Chris Meier in der 52. Spielminute, der eine Ablage von Oli Schwarz aus einem Meter über die Torlinie drückte. In der 66. Spielminute nahm dann Moritz Günther einen Pass von Chris Meier auf und vollendete sicher zum 3:2 aus Chemnitzer Sicht. Die Gäste hatten dann in der 79. Spielminute noch eine knifflige Situation zu überstehen, als ein Langenauer Angreifer beim Zweikampf mit Moritz von der Mühlen zu Fall kam und der Elfmeterpfiff ausblieb. Kevin Eberlein brachte letztendlich den Ball noch aus der Gefahrenzone.

 

Am Ende sahen die 233 Zuschauer ein packendes Kampfspiel, auf einem mäßigen fußballerischen Niveau, mit dem glücklicheren Ende für den Tabellenführer. Am nächsten Sonntag empfängt der VfB Fortuna um 14.00 Uhr den Hartmannsdorfer SV Empor in der „Beyerarena“. Der HSV kommt mit einem überraschenden Sieg über Heidenau nach Chemnitz. Keine Frage, dass gegen diesen Gegner besonders von den älteren Führungsspielern wieder mehr Struktur ins Chemnitzer Spiel gebracht werden muss. Aktuell hat man vier Punkte Vorsprung auf Freital 2 als Tabellenzweiten, aber auf die eigentlichen Meisterschaftsmitfavoriten aus Freiberg schon 9 und aus Colditz schon 10 Punkte Vorsprung. Das sollte bis zur Winterpause nach Möglichkeit auch so bleiben. (FR)

 

VfB Chemnitz: Gerstenberg – Schwarz (70. Glaser), v.d.Mühlen (C.), Hornig (V., 81. Schmidt) – Mende (V.), Hengst (V.), Neubert (V. 70. Weckert ), Eberlein – Rüger, Meier, Günther
Torfolge: 0:1 v.d.Mühlen (9.), 1:1 Schmieder (22.), 2:1 Krause (25.), 2:2 Meier (52.), 2:3 Günther (66.)

Zuschauer: 233

Schiedsrichter: Gentz (Pirna)        

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