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Weitere unnötige Niederlage im Abstiegskampf

Herren Sachsenliga 27. Spieltag SG Motor Wilsdruff - VfB Fortuna Chemnitz 2:1 (0:1)

 

Vom wichtigen Auswärtsspiel um den Klassenerhalt bei der SG Wilsdruff kehrte die 1. Männermannschaft unseres VfB Fortuna mit einer unnötigen und somit besonders schmerzhaften 1:2 (1:0) Niederlage zurück an die Beyerstraße. Unnötig weil man über weite Teile des Spiels die fußballerisch bessere Mannschaft war. Am Ende spiegelten die 96 Minuten in Wilsdruff den bisherigen Saisonverlauf wieder. In der Offensive ist man ohne Konzept und Konsequenz. In der Defensive leistet man sich unerklärliche individuelle Fehler, die auf Landesliganiveau sofort bestraft werden. Der Gegner aus Wilsdruff hat den Abstiegskampf schon vom Platzwart (Sprengleranlage ging an, während sich die Fortunen erwärmten) bis zum Stadionsprecher (immer wieder Push-Durchsagen für die eigene Mannschaft während des Spiels) angenommen. Die Spieler sowieso, welche wirklich mit allen Mitteln die drei Punkte unter Dach und Fach brachten. Und das ist auch legitim im Abstiegskampf.

 

Nach einer kurzen Abtastphase übernahmen die Fortunen in Durchgang 1 das Geschehen auf dem Feld. Eine erste Möglichkeit ergab sich für Kapitän Moritz von der Mühlen, der per Kopf einen von Florian Rüger getretenen Eckball knapp über die Querlatte setzte (9.). In der 14. Spielminute versuchte es Lucien Hertel mit einem Heber aus knapp 40 Metern. Lucien hatte gemerkt, dass der gegnerische Torwart vor seinem Strafraum steht und wollte ihn überraschen. Leider ging sein Ball auch über das Tor.  In der 20. Spielminute kam Riccardo Gläser aus zentraler Position, nach guter Vorarbeit von Kevin Gajt, zum Abschluss. Leider verzog auch er, aber das hätte der Führungstreffer schon sein müssen. Der fiel dann, als sich Calvin Wilhelm auf der linken Strafraumseite durchsetzte und den Ball flach durch den Strafraum zog. Lucien Hertel stand dort, wo ein Stümer stehen sollte und vollendete zum verdienten 1:0 für die Fortunen (30.).  Der VfB machte danach weiter Druck, besonders wenn Phil Mende auf der linken Außenbahn mit hoher Geschwindigkeit das Spiel ankurbelte, kam die Abwehrreihe der Gastgeber in große Nöte. Auch der kurzfristig für den verletzten David Groschopp eingesprungene Younster Ben Thiemer machte ein gutes Spiel im defensiven Mittelfeld.  Die Gastgeber kamen in der ersten Halbzeit nur zu einer Chance, die hatte es aber in sich. Nach einem Eckball kam der nahezu 2-m-große Tom Seidel zum Kopfball und setzte diesen Millimeter neben dem Pfosten.   

 

Nach der Pause verflachte das Spiel zusehends. Die Fortunen spielten oft ungenaue Rückpässe und luden damit die Gastgeber vor ihr Tor ein. So musste in der 51. Spielminute Oli Schwarz nach so einem „Rückpass“ in höchster Not klären. In der 55. Spielminute ergab sich noch die Möglichkeit für Phil Mende, doch sein Kopfball ging auch über den Wilsdruffer Kasten. Nach zwei Standards drehten die Gastgeber innerhalb von 5 Minuten das Spiel und dabei half die VfB-Defensive tüchtig mit.

In der 70. Spielminute verlor man im Mittelfeld das Leder und zog ein Foul. Den fälligen Freistoß brachten die Wilsdruffer auf den Kopf von Stefan Schäfer, dessen Kopfball aber am Tor vorbei gegangen wäre. Doch im Luftduell kam der Ball an den Kopf von Moritz von der Mühlen und von dort flog der Ball ins Chemnitzer Tor. Das war äußerst unglücklich, kann aber passieren. In der 74. Spielminute gab es wieder ein unnötiges Foul am eigenen Strafraum bei eigenen Ballbesitz. Wieder flog der Freistoß in den Strafraum und Sören Becker konnte ungehindert einköpfen, weil sich kein Fortunen für ihn zuständig fühlte.

Die Trainer versuchten danach alles, brachten neue Kräfte ins Spiel. Richtige Tormöglichkeiten konnten sich die Fortunen aber nicht mehr erspielen, da die Wilsdruffer mit allen Mitteln um die Punkte kämpften. Das führte zwar zu einer Freistoßflut im Mittelfeld und zu zwei gelben Karten und einem Platzverweis für die Gastgeber in der Nachspielzeit. Am Ende hatten sie jedoch damit auch Erfolg und verließen die Abstiegsplätze.

 

Die Fortunen trennen nun nur noch die mehr geschossenen Tore vor Lößnitz auf dem ersten Abstiegsplatz. Nächstes Wochenende geht es nach Pirna zur Mannschaft der Stunde im Abstiegskampf. Schaffte doch das Team des VfL dieses Wochenende einem 2:1 Sieg in Unterzahl beim amtierenden Sachsenmeister.  Vielleicht liegt den Fortunen die Außenseiterrolle besser. Drei Punkte von der Elbe mit nach Hause zu bringen, wäre ungemein wichtig. Trainer Rocco Dittrich wird sicher die richtigen Worte finden, um die Köpfe wieder frei zu bekommen. Die Mannschaft hat die Fähigkeiten und auch den Charakter sich selbst aus dem Schlamassel zu ziehen. Man hat alles noch selbst in der Hand. Mit Teamgeist und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten sollte der Auswärtssieg in Pirna aus der letzten Saison wiederholbar sein. (FR)

 

VfB Fortuna: Fabian Gerstenberg – Oliver Schwarz, Moritz von der Mühlauen (C.), Marc Leone Seifert – Ben Thiemer (70. Cedric Noel Richter), Riccardo Gläser, Phil Mende (76. Erik Schmidt), Kevin Gajt (V., 46. Moritz Günther, V.) – Florian Rüger (V.), Calvin Wilhelm (65. Omar Said Megueni), Lucien Hertel

Torfolge: 0:1 Lucien Hertel (30.), 1:1 (70. ET), 2:1 Sören Becker (74.),

Vorkommnis: Platzverweis Becker (SGW, 90.+6)

Zuschauer: 70

Schiedsrichter: Fabien Bischoff (Leipzig), Rene Krüger, Arian Hamzehian

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